Bei SeniorInnen und Menschen mit Behinderung beginnt die Reise mit einem Mausklick. Für die Reiseplanung sind die öffentlich verfügbaren Informationen zu den touristischen Angeboten somit ein zentraler Faktor. Obwohl dieses Gästesegment ein enormes wirtschaftliches Potential aufweist und viele touristische Leistungsträger diese Zielgruppe versuchen anzusprechen, sind verlässliche und aktuelle Informationen nur schwierig zu finden. 

 

Die Vorgehensweise

Noch immer wird das Thema Barrierefreiheit im Tourismus eher stiefmütterlich behandelt. Unsere Initiative, getragen von namhaften Akteuren im Schweizer Tourismus, will dies ändern. Das Konzept baut auf bestehenden Lösungen auf, schlägt aber eine neue Richtung ein, denn die Bedürfnisse von Betroffenen sind sehr individuell und die gängigen Zertifizierungen und Klassifizierungen stossen an Grenzen.

 

 

Ziel ist es, dass touristische Leistungsträger Informationen über die Zugänglichkeit ihrer Angebote systematisch erfassen und kommunizieren. Diese Informationen geben Auskunft über die Zugänglichkeit des touristischen Angebotes, wertet dieses aber nicht nach seinem Grad an Barrierefreiheit, sind doch die Barrieren für jede & jeden sehr individuell. Jeder Reisende soll für sich selber entscheiden, ob ein Angebot für ihn zugänglich ist. Die Initiative fordert somit nicht kostspielige Umbauten, sondern reine Informationsvermittlung. Sie steht dadurch allen touristischen Leistungsträgern offen, von der vollumfänglich rollstuhlgängigen Bergbahn bis zum Hotel unter Heimatschutz . "Dabei sein ist alles. Teil dieser 'Community' zu sein wird in ein paar Jahren zur Selbstverständlichkeit im Schweizer Tourismus."

 

 

Wer mitmacht erhält ein Emblem*. Das kennt - in Zukunft – jede und jeder. Es bescheinigt dem Unternehmen seine «SeniorInnen- resp. Behindertenfreundlichkeit» und signalisiert dem Endkunden: «Da finde ich die für mich relevanten Informationen zur Zugänglichkeit». 

Das Potential

Die Zahlen sprechen für sich: rund 15% der Weltbevölkerung oder 1.8 Mio Schweizer haben eine Behinderung. Jeder kann von heute auf morgen Teil dieser Zielgruppe werden. Fast jeder kennt jemanden im Bekanntenkreis, reist ab und zu mit schwerem Gepäck oder Kinderwagen. Aber mindestens so relevant: Wir alle werden älter. Die stetig alternde Gesellschaft sowie deren Vorliebe für längere Aufenthalte, Nebensaisons und Ferien mit Begleitung bergen grosses wirtschaftliches Potential. In Europa entspricht das Marktvolumen gemäss Studien bereits rund 780 Mia Euro. 


Die Pilotphase startet 2019

Im Jahre 2019 wird das Konzept verfeinert, getestet und den Bedürfnissen der Anspruchsgruppen angepasst. Interessierte Leistungsträger sind willkommen, bereits in dieser Pilotphase mitzumachen. Ab 2020 wird die Initiative weiter ausgerollt. 

 

*Das Emblem sowie der Auftritt der Initiative werden im Rahmen der Pilotphase 2019 erarbeitet.